Haushalt 2018 und kirchliche Dienste und Werke im Mittelpunkt der Beratungen

Landessynode setzt ihre Tagung fort

Die Landessynode hat am zweiten Tag ihre Beratungen in Lübeck-Travemünde aufgenommen
Die Landessynode hat am zweiten Tag ihre Beratungen in Lübeck-Travemünde aufgenommen© Nordkirche, Maren Warnecke

17. November 2017 von Stefan Döbler

Lübeck-Travemünde. Die 18. Tagung der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird heute (17. November) in Lübeck-Travemünde fortgesetzt. Gestern Abend hatten die Synodalen in erster Lesung mehreren Kirchengesetzen zugestimmt und ein Positionspapier zum Thema „Gerechter Frieden“ beschlossen. Darin wird festgestellt, dass Versuche, Recht, Gerechtigkeit und Frieden mit militärischer Gewalt durchzusetzen, von christlich-ethischen Vorstellungen wegführen. Daher will die Nordkirche gemeinsam mit weiteren Akteuren Konfliktlösungsmodelle entwickeln, die dem Konzept der Friedenslogik folgen.

Außerdem befasste sich die Synode mit der Umsetzung des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche. Dr. Ralf Büchner, Mitglied der Ersten Kirchenleitung, informierte über Ergebnisse erster Datenerhebungen von Kirchenkreisen und Landeskirche. Danach werden inzwischen 85 Prozent des Strombedarfs im Bereich der Nordkirche durch kirchlichen Bündeleinkauf mit regionalem Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt. Allein 2016 konnten dadurch rund 8.500 Tonnen CO2, 103 Kilogramm Atommüll und Kosten von etwa 854.000 Euro eingespart werden. Seit einem Jahr begleitet das Klimaschutzbüro der Nordkirche die Erfassung der Daten und Klimaschutzprojekte. Die Infostelle Klimagerechtigkeit organisiert Bildungsmaßnahmen in Schulen und unterstützt Kompensationsmaßnahmen für Klimaschäden.

Erste Ergebnisse bei der Umsetzung des Klimaschutzgesetzes

„Die Kirchenleitung ist zuversichtlich, immer besseres Zahlenmaterial zu erhalten“, kündigte Büchner an. „So können Gemeinden, Kirchenkreise und Landeskirche genauer die Problemzonen erkennen und gegebenenfalls nachsteuern.“ Für den Herbst 2018 wird ein erster umfassender Bericht zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes erwartet.

Heute wird es in den Beratungen der Landessynode vor allem um den Haushaltsplan 2018 gehen. Die Nordkirche rechnet für das kommende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 494 Millionen Euro. Für die Kirchenkreise und Gemeinden ist mit 328,4 Millionen Euro der größte Anteil der Gesamteinnahmen im Haushalt vorgesehen. Ab 14 Uhr stehen mehrere Wahlen von Vertretern der Landessynode in verschiedene kirchliche Gremien auf der Tagesordnung. Außerdem befassen sich die Synodalen mit Berichten der Ersten Kirchenleitung über die neuen Auftrags- und Zielvereinbarungen der landeskirchlichen Hauptbereiche, in denen die Dienste und Werke der Nordkirche organisiert sind, und über die planmäßige Evaluierung der 2012 in Kraft getretenen Kirchengemeindeordnung der Nordkirche. Um 19.30 Uhr beginnt der Synodengottesdienst in der St.-Lorenz-Kirche in Lübeck-Travemünde; es predigt Dr. Andreas v. Maltzahn, Schweriner Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern.

Am Sonnabend (18. November) wird die Tagung der Landessynode um 9 Uhr fortgesetzt. Nach den zweiten Lesungen der Kirchengesetze stehen der Bericht der Beauftragten für Geschlechtergerechtigkeit der Nordkirche sowie die Berichte aus der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), aus der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und aus der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) auf der Tagesordnung.

Voraussichtlich gegen 13 Uhr wird die Tagung der Landessynode mit dem Schlusssegen enden.

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